Ein chronologischer Lebenslauf ist hier zu finden.

Aber wer ist Sabine Bannwart Morawetz?

Nach meiner kaufmännischen Lehre und einigen Jahren Berufserfahrung wagte ich 1996 mit 21 Jahren mein erstes grosses Abenteuer und flog für 12 Monate nach Kanada, um Englisch zu lernen. Ein unvergessliches Jahr, in dem ich neben Englisch auch gelernt habe, auf eigenen Beinen zu stehen, Wäsche zu waschen, mit Stäbchen zu essen und vieles mehr. Von einem sehr überschaubaren 1'000-Seelendorf im Zürcher Unterland, gut behütet aufgewachsen, nach Vancouver in die Grossstadt – was für ein Schritt! Auch später in meinem jungen Erwachsenen-Leben bereiste ich die Welt mit dem Rucksack. Ich lernte Land und Leute in ganz Asien, Südamerika und Ozeanien kennen. "Je verrückter und abgelegener, desto besser" war meine Devise. Meine Familie fand das mässig lustig – damals ohne Handy, ohne Kontaktmöglichkeit und ohne konkreten Reiseplan...

Mein weiterer beruflicher Weg führte mich 1997 in die von Männern dominierte IT-Branche, in der ich früh grosse Verantwortung übernehmen durfte. Bereits mit 24 leitete ich anspruchsvolle Projekte in einem Unternehmen, das mir und meinen Fähigkeiten vertraute. Doch mit 33 wurde mir bewusst, dass mein Weg woanders weitergehen sollte – Marketing und Management war nicht die Berufung, die mich im Innersten erfüllte. Zwar verdiente ich gutes Geld, aber war das alles?

Ich entschied mich für einen Neuanfang und begann die Ausbildung zur Shiatsu-Therapeutin. Mit 36 eröffnete ich meine eigene Praxis und merkte schnell, was es bedeutet, Menschen in herausfordernden Lebenssituationen zu begleiten. Ich begegnete tief berührenden Schicksalen und lernte, wie unterschiedlich Menschen mit Krankheiten, einschneidenden Beschwerden, anspruchsvollen Lebenssituationen und ungeplanten Veränderungen umgingen. Dass ich mit meiner Arbeit Teil des persönlichen Prozesses dieser Menschen sein durfte und noch immer darf, ehrt mich und erfüllt mich mit Dankbarkeit und Demut.

2011 wurde ich Mutter einer wunderbaren Tochter – ein Erlebnis, das mich auf einer ganz neuen Ebene prägte und forderte. Ich erfuhr, was es bedeutet, wenn ein Kind nicht in vorgegebene Strukturen passt. Ich erlebte aber auch, dass bedingungslose Liebe und Dranbleiben Berge versetzen können. Diese Erfahrungen lehrten mich Gelassenheit, Geduld, Kreativität, Pragmatismus und einen unkonventionellen Blick auf Lösungen. Unsere Tochter ist meine grösste und mir liebste Lehrerin.

2018, mit 43, übernahm ich die Präsidentschaft des damals zweitgrössten Methodenverbands der KomplementärTherapie. Neben politischen und strategischen Aufgaben war ich plötzlich mit schwierigen Personalentscheidungen und vielen unvorhersehbaren, komplexen Herausforderungen und Fragestellungen – etwa der Corona-Pandemie – konfrontiert. Dabei habe ich gelernt, unter Druck flexibel und stets klar sowie im Sinne der Sache und gleichzeitig politisch korrekt zu handeln und kommunizieren.

Daneben vertiefte ich mein Wissen im Bereich KomplementärTherapie, Trauma, systemischem Stellen, Prozessbegleitung, Gesprächsführung und Supervision umfassend.

Jede Station meines Lebens – von der Wirtschaft über die therapeutische Arbeit, die Eigenprozesse während all der Ausbildungen bis hin zur Verbandsführung und der Rolle als Mutter – hat mich geprägt, und ich bin dankbar für die facettenreichen Erlebnisse und Erfahrungen. Die 50+ bringen vielleicht ihre kleinen körperlichen Herausforderungen mit sich, aber sie schenken auch Gelassenheit, Tiefgang, Klarheit und ein Stück Weisheit.

Diese wertvolle und vielfältige Lebens-, Berufs- und Selbsterfahrung lasse ich in mein Wirken als Therapeutin, Coach und Supervisorin einfliessen.

Ich freue mich darauf, Sie kennenzulernen!